Verhaltenstherapie bei Border-Mix-Hündin

Patient:
Border-Mix-Hündin, 5 Jahre, kastriert, lebt seit dem Welpenalter mit noch zwei weiteren Hunden bei der Besitzerin. Sie ist die Rudel-Chefin innerhalb der im Haushalt lebenden Hunde.

Anamnese:
Die Hündin hat im Alter von ca. 2 Jahren begonnen, einige Hündinnen abzulehnen, gelegentlich ist es sogar zu Beißereien gekommen.
In letzter Zeit sind die Aggressionen ohne ersichtlichen Grund immer häufiger geworden. Hündinnen lehnt sie ganz ab und auch bei Rüden muss die Besitzerin jetzt aufpassen.
Selbst auf die zweite Hündin im Haushalt geht sie jetzt aggressiv los.

Laut Besitzerin war die Hündin, ebenso wie die anderen beiden im Haushalt lebenden Hunde, schon als Welpe in Welpenspielstunden und später in der Hundeschule, es sei auf eine akkurate Sozialisierung geachtet worden.
Auch zeigt sie keine rassetypischen Anzeichen eines ausgeprägten Hütetriebes.

Die beiden anderen Hunde im Haushalt verhalten sich ausgeglichen und völlig Verhaltensunauffällig.

Ausschluss von körperlichen Erkrankungen oder Futtermittelunverträglichkeit als Ursache der Aggressionen bereits vom behandelnden Tierarzt.

Therapie:
Optimierung der Halter-Hund-Beziehung durch Dominanzübungen.
Instruieren der Besitzerin, die Hierarchie innerhalb der Hunde zu akzeptieren und die besagte Hündin auch als Alpha den anderen Hunden vorzuziehen, da bei Nichtbeachtung dieser Rangfolge innerhalb des Hunderudels immer wieder Spannungen entstehen.
Bach-Blütentherapie zu Unterstützung, bestehend aus Beech, Holly, Vine, Vervain, Impatiens und Star of Bethlehem 3 x täglich 4 Tropfen.
Ausserdem wurde auf proteinarmes Futter umgestellt.

Zwei Tage nach Beginn der Therapie erfolgte eine massive Verschlechterung des Verhaltens, was ich als Erstreaktion auf die Bach-Blüten und als "Widerstand" gegen die Dominanzübungen seitens der Besitzer einstufte.
Dies erwies sich auch als richtig.
Bereits drei Tage darauf besserte sich das Verhalten der Hündin innerhalb ihrer Gruppe enorm.
Drei Wochen später besserte sich das Verhalten auch gegenüber fremden Hunden.
Die Mischung wurde insgesamt acht Wochen beibehalten.

Übungen für die bessere Halter-Hund-Beziehung und das Beachten der Rangfolge innerhalb des Hunderudels musste für die Besitzerin zum Alltag werden und wird heute noch erfolgreich von ihr durchgeführt.
Es kam bisher noch nie wieder zu aggressiven Zwischenfällen.

Romy Drescher
Tierpsychologin/IK und Tierheilpraktikerin i.A.
Augustusburger Str. 126
09514 Lengefeld
www.haustier-verhaltenstherapie.de



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