Partielle epilepsieförmige Anfälle beim Hund (Diagnose TA)

Patient Retriever Hündin 1 Jahr alt

Anamnese: Hündin wird in der Tierheilpraxis vorgestellt mit der vorherigen Diagnose des Tierarztes: partielle epilepsieförmige Anfälle. Die Hündin ist erst 1 Jahr alt und zeigt vom Welpenalter (8 Wochen) an folgende Symptome: Sobald sie liegt und zur Ruhe kommt, beginnt erst der Rumpf und danach die Extremitäten zu zittern. Außerdem schleift die Hündin die linke Hinterpfote am Boden, die Krallen sind fast ganz abgewetzt. Blutbild vom Tierarzt ist ohne Befund. Der Tierarzt macht Videoaufnahmen und schickt diese zu einem Tierneurologen in die Schweiz. Außerdem verordnet er Luminetten Tabl., welche
angesichts des Welpenalters vom Halter abgelehnt werden. Zeitgleich sucht der Tierhalter mich in meiner Praxis auf.

Untersuchung und Diagnose: Beim Abtasten der Wirbelsäule stoße ich auf einen sehr empfindlichen Triggerpoint im Lendenwirbelbereich. Sofort verkrampft sich die Hündin beim etwas stärkeren Abtasten des Punktes. Ich vermute ein evtl. vorheriges Trauma mit daraufhin entstandener Reizleitungsstörung durch Quetschung der Nerven im LWS-Bereich. Vielleicht hat ja die Mutterhündin ihr Kleines mal zu fest in diesem Bereich mit den Zähnen gepackt!?! Oder die Kleine ist gestürzt und hat sich dabei den LWS-Bereich gestaucht!?! (Nach ca. 1 Woche kommt die Diagnose des Neurologen aus der Schweiz:
Reizleitungsstörung!)

Therapie: Ich beginne gleich beim ersten Besuch mit der Behandlung des Triggerpoints mit meinem 4-Komponenten-Stab (Elektroimpulse/pulsierendes Magnetfeld/Softlaser/Infrarot). Insgesamt bekommt die Hündin im Abstand von je 5 Tagen vier Behandlungen mit dem Stab und dem dazugehörigen Computerprogramm „Dolores“ (Schmerzbehandlung) für jeweils 10 Minuten.
Außerdem teste ich per Bioresonanzverfahren folgende Medikamente für den Hund aus:
- Hypericum D 6 – 2 x tgl. je 5 Globuli direkt ins Maul (bei Nervenschädigungen, Nervenschmerzen)
- Vitamin-B-Komplex Tbl. von Hevert - 1 x tgl. 2 Tbl. ins Futter (zur Nährung/Stärkung der Nervenzellen bei Vit B-Mangel))
- Nux vomica homaccord Tropfen von Heel – 2 x tgl. 8 Tropfen auf Leckerli (u.a. bei Störungen im Bewegungsapparat, speziell im Wirbelsäulenbereich)
- Schüssler Salz Nr. 7 (Magensium phos.) – 1 x tgl. 4 Tbl. ins Futter (Mineralsalz zum Einbau in die Nervenzellen)

Die Hündin reagiert ab der ersten Behandlung mit dem 4-K-Stab mit verbesserter Bewegungsfreiheit, läuft wieder locker auf allen vieren und schleift nach der vierten Behandlung auch die linke Hinterpfote nicht mehr am Boden. Auf die Nux vomica hom. Tropfen reagiert sie leider mit sehr breiigem Kot, woraufhin wir die Tropfen durch Nux vomica in der C 30 als Globuli – 1 x tgl. 5 Globuli ins Maul - ersetzen. Diese verträgt sie gut. Die gesamte medikamentöse Behandlung zieht sich über 10 Wochen hin. Seither ( 1 ½ Jahre später! ) ist die Hündin beschwerdefrei.

THP Beate Bier
Tierheilpraxis Bier
www.tierheilpraxis-bier.de
86682 Genderkingen

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